"So wunderbare Gedichte habe ich noch nie gelesen."

"Die Gedichte sollten künstlerisch aufgearbeitet werden, mit einer Choreographie, Musik und Tanz. Ich bin total begeistert."

"Mir fehlen die Worte, die Schwingung zu beschreiben, die von ihnen ausgeht. Ich bin beeindruckt, berührt und begeistert."


GEDICHTE


Seit vielen Jahren schreibe ich nun schon Gedichte - in den letzten Jahren immer mehr und intensiver. Momentan entsteht mein erster Lyrikband. Hier eine kleine Auswahl, die ich immer mal wieder aktualisieren werde. Viel Freude damit!

 

* * *

Ja, es schläft in allen Dingen 

wohl ein Lied! Es laut zu singen -

bist du, Welt, dazu bereit?

 

Seine Klänge, sie entbinden 

Herzen, die vor Angst erblinden,

lösen sie vom Bann der Zeit.

 

Tragen sie dem Licht entgegen, 

führen sie auf sichren Wegen

tönend zu sich selbst zurück.

 

Darum singe, Seele, singe

Gott zum Preise und bezwinge

jenen Weg ins wahre Glück!

 


 

Und nähmst du mein Wort

und schwiegest es fort,

um zwischen den Zeilen

die Stille zu teilen,

 

so trüg ich's doch leise

auf heimliche Weise

mit jeglichem Blick

ins Herz dir zurück.

 

 


Das Leben, es breitet sich weit vor mir aus,

und sanft ziehn sich lange, verschlungene Wege,

am Flussufer ragen die moosigen Stege

ins Wasser - es zieht mich wie magisch hinaus.

 

Ich atme und staune und gehe voran,

die Sonne im Rücken, den Winden entgegen.

Ich tanze im Sturm, ob in Glut oder Regen,

bin Wurm und bin Falter, bin Weib und bin Mann.

 

Kaum schlage ich Wurzeln, so flieg ich empor,

bau Zäune und sprenge doch jegliche Grenzen.

Ich wachse und trotze den schwindenden Lenzen,

ob dumm oder weise, Phantast oder Tor. 

 

 


 Wort, du wundersames Wesen

und geheime Schöpfermacht,

ob gesprochen, ob gelesen

oder einfach nur gedacht,

 

du Bewahrer und Vernichter,

Heiler, Mörder und Prophet,

Retter, Räuber oder Richter,

Fluch und innigstes Gebet,

 

deine Macht ist unergründlich - 

von der Wiege bis zum Grab

wirkst und wandelst du sekündlich,

wirst zu einem Zauberstab.

 

Du kannst kranke Herzen heilen

oder brechen, Stück für Stück,

kannst verbinden und zerteilen,

du verbannst und rufst zurück.

 

Du verzauberst und vernebelst,

du bist Medizin und Gift,

ob du freisprichst oder knebelst

oder ob dein Pfeil uns trifft.

 

Aber seist du auch Versprechen,

erste Hoffnung, letzter Gruß:

Wer nur redet, wird dich brechen -

edel ist, der sagt: Ich tu's!

 


 

Klare Winternächte, rauh bereift,

eisbeblümte Fensterscheiben,

Kälte, die nach leeren Herzen greift

und Gedanken, die gefroren bleiben.

 

Weißes Bett aus Schnee, Frau Holles Kissen,

rote Tropfen, Spur der Ewigkeit.

Angst will wieder mal die Fahne hissen

in den Tagen der Zerrissenheit.

 

Wann erwachst du, Frühling aller Zeiten,

wann ertönt der Taube sanfter Ruf?
Still, mein Herz, und lass dich leise gleiten

in die Hand, die alles Leben schuf...